Theater

ROT-WEISS Kellertheater Spielzeit  2012

Es ist mal wieder soweit: Die Proben laufen auf Hochtouren.


In den Hauptrollen: Drei alte Säcke und jede Menge MBH. Nein, das steht nicht für Megabüstenhalter sondern vielmehr handelt es sich um Magenschmerzen, Bluthochdruck und Hüftleiden. Da auch die Haushälterin Gerda mal Abstand von der sich gegenseitig, ständig in den Ohren liegenden Bagage benötigt, schickt sie ihre Nichte Jule („sieht zwar gut aus, hat aber ein Hirn so groß wie eine Olivenkern“) ins Rennen und aus der Bande Tunichtgute werden plötzlich Leistungssportler und schmerzfreie Gentlemen.

Wenn sie die drei jammernden Herren mit ihren akrobatischen und wortgewandten Talenten einmal live und in 3D erleben wollen, verpassen sie die unten angegebenen „Einblickzeiten“ nicht! Dann erfahren Sie auch, was es mit dem Rosenverkäufer auf sich hat und lernen gleichzeitig noch etwas über Klassiker der deutschen und englischen Literatur. See you.



Das ROT-WEISS Kellertheater zeigte 2011

Auch Tote trinken gern Gin Tonic
Kriminalgroteske von Dieter Bauer

Wenn ein nymphomanes Dienstmädchen und ihr obskurer Brechstangenexperte mitten in der Nacht in die Häuslichkeiten einer vom Gin Tonic ausgelaugten Frau von Winterfels einbrechen um ihre gut verwarten Klunker zu stehlen, klingt das allein schon sehr grotesk. Gesellt man dann noch einen Sohn namens Karl Egon dessen Wurmfortsatz seines Unterleibes von seinen kriminellen Schandtaten noch übertroffen wird zu einer sitzen gelassenen Ex-Millionärin, bei der es sich dummerweise auch noch um seine Schwester Brunhilde handelt, hat der einzig Klare und mit Verstand ausgestattete „blöde“ Butler Johann alle Hände voll zu tun, um wieder Ruhe und Frieden im Hause einkehren zu lassen. Wie gut, dass die Hausherrin von alledem nur bedingt viel mitbekommt, da sie sich selbst verleugnet in dem sie Tote spielt. Zum zwanzigsten Mal unter Leitung von Heidi Schmidt spielte das Rot-Weiß-Kellertheater insgesamt fünf Aufführungen vor zum Teil ruhigem, äußerst begeistertem, den Text meist schon kennenden, euphorischem und (be-)lustig(t)em Publikum.

In der Krimigroteske von Dieter Bauer wurde den Akteuren so einiges abverlangt. Einbruch, Beschuldigungen wegen Mordes, Versuchte „Halb-Vergewohltutigungen“, stotternde Dummheit und jede Menge Alkohol. Da kommt es schon mal vor, dass man seinen Text vor lauter Aufregung vergisst. Wie gut, dass die Souffleuse in ihrem Kasten nicht ganz so weit von der Bühne entfernt sitzt. Schon während der Proben wurden die Darsteller ermahnt: „Wenn Ihr Euern Text net lese könnt, dann müsstern auswendig lerne!“ (Manuela Rohr)

Wem es gefallen hat, der ist herzlich eingeladen, uns im nächsten Jahr wieder zu besuchen. Wer nach der Aufführung Lust bekommen hat, vielleicht selbst einmal auf der Bühne zu stehen, ist herzlich Willkommen sich der Horde von leicht durchgeknallten und humorvollen Gesellen anzuschließen. Nachwuchs von 18 bis 99 Jahre und älter erwünscht.

Kathrin Haase

upload  10. Mai 2011
 


Die Laienspielgruppe präsentiert ihr neues Stück:  
„Alberto der Rammler“

Bericht im Darmstädter Echo vom 30.03.2009

Lustspiel um langohrige Lieblinge
Laientheater: „Alberto, der Rammler“ im Rot-Weiß-Kellertheater – Stück mit Situationskomik und deftigem Witz

„Es gibt wie immer leichte Kost, etwas zum Lachen natürlich“, eröffnet Norbert Walther vom Rot-Weiß-Kellertheater die Premiere der Laienspielgruppe. In diesem Jahr führt das Ensemble mit über fünfzigjähriger Tradition das Lustspiel „Alberto, der Rammler“ von Siegfried Burger auf.

„Kurzweilige Unterhaltung“ wünscht Walther, und als sich der Vorhang öffnet, schaut das Publikum direkt ins Wohnzimmer einer ganz normalen Familie: Bei Albert und Erna ist die Liebe der Gewohnheit gewichen, er ist leidenschaftlicher Hasenzüchter, sie fühlt sich als Hausfrau vernachlässigt. Als sich Albert am Frühstückstisch ungestört der Zeitung widmen will, versucht Erna ihn zum Ausgehen zu überreden. Während sie in Erinnerung an alte Zeiten schwelgt, „als wir spät in der Nacht eng umschlungen nach Hause gegangen sind“, hat er für die Nostalgie wenig Sinn: „Sau kalt war's!“
Seit Oktober hat sich die Theaterabteilung des SKV Rot-Weiß wöchentlich zur Vorbereitung getroffen. „Zum Schluss ist es viel Arbeit und Stress“, bekennt Heidi Schmidt. Gleichwohl engagiert sie sich gerne und ist bereits seit 30 Jahren beim Laienspielkreis dabei. Eine Besonderheit beim SKV ist, dass die Gruppe ohne Regisseur agiert und sich das Stück gemeinsam und gleichberechtigt erarbeitet.
Auf der Bühne nimmt das Lustspiel seinen Lauf: Während Erna alleine zum Ball gehen möchte, fiebert Albert dem Wettbewerb im Kleintierzuchtverein entgegen und präpariert seinen „langohrigen Liebling“: Alberto, der Rammler.
Mit dem zweiten und dritten Akt wird die Figurenkonstellation dann immer verschlungener, als Erna und Albert jeweils betrunken mit anderen Begleitern heimkehren. Tochter Susi versucht unterdessen, unterstützt von einem Landstreicher, ihre Mathe-Hausaufgaben zu lösen und lernt von ihm vor allem eines: „Je mehr Alkohol, desto mehr Verstand!“
Die drei Akte des Lustspiels werden jeweils durch eine längere Pause unterbrochen, die etwa hundert Zuschauer strömen an die Bar oder zur Zigarettenpause.
„Ich finde die Atmosphäre schön, die Darstellung der Stücke“, meint Monika Schäfer, die auch selbst schon im Laienspielkreis aktiv war. Vor allem die Situationskomik der Stücke gefällt ihr. „Und es ist publikumsnah, man sitzt in der ersten Reihe.“
Georg und Hildegard Frieß sind mit Verwandten zur Vorstellung gekommen. Sie gehören zu den langjährigen Besuchern des Kellertheaters und erklären: „Es ist nichts Größeres, aber man kann gut lachen.“ Zwar falle manches etwas deftig aus, aber die Veranstaltung sei immer amüsant.
Die Darsteller dürfen sich über Zwischenapplaus freuen und ernten Beifall, als der Vorhang gefallen ist. Gabi Jenny-Deußer ist für die Rolle der Erna eingesprungen und gibt bei der Premiere ihr Debüt. Sie ist fasziniert davon, „plötzlich mal jemand anderes zu sein“ und betont das Gruppengefühl im Laienspielkreis. „Es ist schön, sich auf der Bühne die Bälle zuzuwerfen. Und wenn dann der Applaus und die Lacher kommen, dann war es alle Arbeit wert.“    
uss 30.3.2009

Die Aufführungstermine sind:

Freitag
,  27. März 09
Samstag,  28. März 09
Sonntag,  29. März 09

Freitag,  03. April 09
Samstag,  04. April 09
Sonntag,  05. April 09

19.30 Uhr,  Premiere
19.30 Uhr
15.00 Uhr,  Seniorenvorstellung

19.30 Uhr
19.30 Uhr
15.00 Uhr,  Seniorenvorstellung
Kartenbestellungen sind ab dem 1. Februar 2009 möglich. Bitte nur telefonisch unter DA - 71 78 39 bei Heidi und Norbert Schmidt.

Probenbilder
"ich schaue mir  die Proben mal von unten an"       
Fritz E. Müller in Aktion
"wie geht es doch gleich im Text weiter ?"
Johanna Deuser in Ihrem Textbuch vertieft.


"Ja wenn das auswendig lernen nur einfacher wäre !!   
Fritz Müller und Johanna Deuser  
"ich konzentriere mich auf meine Rolle!!! Wer denkt hier böses , ich würde schlafen ?"
Norbert Schmidt
"man soll doch  Lächeln, wenn ein Foto geschossen wird oder ?"   
Heidi Schmidt
Im Textheft lesen und gleichzeitig  mit Requisiten hantieren ist gar nicht so einfach !!!
Johanna Deuser


Das Stück in 2008

"0900 6 mal die 6" 
ein Schwank von Reiner Blößer

Hier einige Bilder von den Proben

Fast alle haben noch das Textbuch in der Hand

... das auswendig lernen ist halt  noch nicht so weit fortgeschritten
noch sind ja 3 Monate Zeit...
Allmählich werden die ersten Requisiten benutzt und man versucht  die Mimik der Szene anzupassen....., wenn der Text doch bald besser sitzen würde..... na ja es sind ja noch 3 Monate Zeit.......

Erfolgreiche Premiere - Bericht im Darmstädter Echo

Der Mörder im Friseursalon
Laienspiel: Kellertheater präsentiert das Stück „Ein haariger Fall“ – Gelungene Premiere

„Goethe, Schiller, Shakespeare gibt es im Staatstheater, hier gibt es was zu lachen“, verkündet Norbert Walther und gibt die Bühne frei für die Premiere des Stücks „Ein haariger Fall“. Über hundert Zuschauer sind am Freitagabend zum Kellertheater in die Räume des Sport- und Kulturvereins Rot-Weiß Darmstadt gekommen.

„Es macht immer viel Spaß“, sagt Klaus Bilska, der schon seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich die Vorstellungen besucht. Seine Frau Karin kann nur zustimmen: „Die Aufführungen sind immer schön und sehr lustig.“ Seit über 50 Jahren gibt es die Laientheatergruppe, eine der ältesten in Darmstadt und Umgebung. Norbert Walther, die selbst ernannte „gute Seele“ der Gruppe, berichtet stolz: „ Der Verein Rot-Weiß ist jünger als die Gruppe.“ Der Fünfundsechzigjährige spielt aus Altersgründen nicht mehr mit, hält der Gruppe aber weiterhin die Treue. Das Alter der meisten Schauspieler liege über fünfzig, daher versuche man schon seit längerem, Jugendliche zu werben. „Unser Hauptproblem sind die fehlenden Jugendlichen“, sagt er. Denn ohne die könne man keine Liebesszene spielen. Im Publikum sind einige dieser gesuchten Jugendlichen zu entdecken, die aber bisher lieber zuschauen als selber mitspielen.

Gründe zum Lachen finden sich in dem Stück viele. Die eifrige Zeitungsleserin und Friseurkundin Anne (Monika Schäfer) hat einen besonderen Faible für Kriminalgeschichten und sieht sich permanent von möglichen Verbrechern umkreist. Vor allem ihre temperamentvolle und enthusiastische Art, gepaart mit viel Wortwitz, bringt das Publikum immer wieder zum Lachen. Als sich im Friseursalon Blutspuren finden und Geld spurlos aus der Kasse verschwindet, gerät sie vollends in Rage und möchte den Fall auf eigene Faust lösen.

„Es ist schon enorm, was die Schauspieler bringen“, findet Zuschauerin Anne Fuchs. „Und durch den Dialekt ist es viel besser als im Staatstheater.“ Den setzen die Laienschauspieler auch diesmal ein. Nun versucht die Kundin Anne mithilfe des Friseurpersonals den mutmaßlichen Mörder zu fassen und entwickelt dafür einen Plan. Der funktioniert auch ganz prächtig, nur stellt sich bald heraus, dass der mutmaßliche Mörder kein Mörder ist.

Die ganze Angelegenheit scheint ziemlich diffus, doch der Zuschauer läuft zu keiner Zeit Gefahr, den Überblick zu verlieren. „Wir suchen extra Stücke heraus, die nicht zu ernst und anstrengend sind“, erklärt Theatergruppenleiterin Heidi Schmidt. Karin Bilska bekundet: „Man kann mal seinen Verstand ausschalten und einfach lachen.“ Karten für dieses besondere Lachvergnügen gibt es noch für die Freitagsvorstellungen (23./30.) der kommenden zwei Wochenenden. 

Darmstädter Echo vom 19.03.2007
http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=447939 

Bilder von den Proben

... und mein Blut schäumt wie Shampoo
Friseurgeselle Franz (Francesco des klingt Italienisch) (Manfred Rohr) verpasst der Friseurkundin Anne (Monika Schäfer sitzend) eine tolle Frisur. Daneben steht die Friseurinhaberin Christa Wellner (Heidi Schmidt), die die Angelegenheit argwöhnisch beobachtet.
Hoffentlich können die Ihren Text bald.....
Unsere Souffleuse (Manuela Rohr) hat es nicht immer leicht
Auch des fesseln will geübt sein...
wenn später ein vermeintlicher Mörder dingfest gemacht werden soll. Gemeinsam üben die Friseurkundin Anne (Monika Schäfer) und der Friseurgeselle Franz an der Friseursalon-Inhaberin Christa (Heidi Schmidt)
Der Verehrer von Christa (Friseursalon-Inhaberin Heidi Schmidt) Wolfgang Dauer (Norbert Schmidt) im Gespräch mit Franz (Manfred Rohr)

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Mit dem Schwank „Die doppelten Hoheiten“ hat das Festprogramm zum 50.-Vereinsjubiläum begonnen. 

Bei den insgesamt neun Vorstellungen im März konnten sich die Zuschauer mal wieder köstlich amüsieren.

Viel, viel Zeit, Energie, Schweiß und noch mehr Idealismus aller Akteure vor und hinter den Kulissen waren nötig um dieses Theaterstück auf der Bühne darbieten zu können.

Nach fünf Monaten Vorbereitung mit Proben, Bühnenbau, Gestaltung des Bühnenbildes, Installation von Licht und Tontechnik sowie dem Aufbau vom Zuschauerpodest, konnte sich der Vorhang für die Premiere am 12.März pünktlich um 19.30 Uhr öffnen.

Und schwupps ist alles schon wieder rum.

Nach Abbau und aufräumen werden die Gedanken neu sortiert und eine schöpferische Pause ist für einige dringend nötig.

Wir danken der Wella AG Darmstadt, dem Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein und der Merck KGaA Darmstadt für die Unterstützung bei der Gestaltung der Vorstellungen.

 

 



Kontakt: kellertheater@rot-weiss-darmstadt.de